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Reifenarten

Reifen müssen unterschiedliche Herausforderungen meistern, um die beste Haftung und ein sicheres Fahrverhalten zu garantieren. Daher gibt es unterschiedliche Reifenarten mit unterschiedlichen Profilmuster und Gummimischung, um bestmöglich auf Wetterbedingungen, Umgebung und Einsatz reagieren zu können. 
Man unterscheidet in vier unterschiedliche Reifenarten:


Winterreifen

Winterreifen eignen sich hervorragend bei schneebedeckten und vereisten Straßenoberflächen sowie auf nassen Fahrbahnen in kalten Witterungsverhältnissen. Das ausgeprägte Reifenprofil sorgt dabei für eine gute Wasserverdrängung und garantiert Grip und Haftung auf Schnee und daher auch für einen kürzeren Bremsweg. Die Gummimischung ist speziell für kalte Temperaturen konzipiert und bleibt biegsam und wird nicht steif. 

In Deutschland besteht eine situative Winterreifenpflicht. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte sind Winterreifen daher sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Reifen, die sich für den Winter eigenen und nach 31.12.2017 hergestellt wurden, müssen mit dem Alpine-Symbol in Form eines dreizackigen Berges mit einer Schneeflocke ausgezeichnet sein. Daran erkennen Sie einen Winterreifen, der bei einer Kontrolle gesetzlich anerkannt ist und die Winterreifenpflicht erfüllt.

Sommerreifen

Sommerreifen eigenen sich durch den weniger Rillen im Profilaufbau für trockene Straßen, da mehr Kontaktfläche besteht und so weniger Kraftstoff aufgebracht werden muss und die Gummimischung perfekt für hohe Temperaturen ausgestattet sind, was aufgrund der vermehrt auftretenden Hitzewellen immer wichtiger wird. 

Da Sommerreifen allerdings weniger Rillen und Lamellen aufweisen, können Sie das Wasser schlechter verdrängen. Die Gummimischung bei kühleren Temperaturen steif und kann sogar brechen.

Ganzjahresreifen / Allwetterreifen

Wie der Name es schon verrät, sind Allwetter- oder Ganzjahresreifen für eine Vielzahl von unterschiedlichen Wetterbedingungen in unterschiedlichen Jahreszeiten geeignet. Besonders geeignet sind sie bei Sonne, Regen, Matsch, Schneeregen und milden Temperaturen. Die Profilrillen sind meist stärker ausgeprägt als bei einem Sommerreifen, können aber das Wasser nicht so gut verdrängen als ein Winterreifen und haben wenig bis keine Haftung bei schneebedeckter Fahrbahn. 

Bitte beachten Sie: Wie bereits bei dem Abschnitt Winterreifen beschrieben, besteht in Deutschland eine gesetzlich vorgeschriebene situative Winterreifenpflicht. Sollten Sie in Ski-Urlaub oder in die Berge fahren, bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte empfehlen wir daher für Ihre Sicherheit auf Winterreifen zu wechseln.  

4x4-Reifen / Offroadreifen

Auf matschigen Böden drehen die Reifen oft schnell durch, da Schlamm und Matsch sich im Profil absetzen, wodurch der Reifen wenig Haftung hat. Ein Weiterkommen wird dann sehr schwer. 4x4-Reifen bzw. Offroadreifen haben tiefere Rillen und ein gröberes Profil, um im freien Gelände mit Grip voranzukommen. Sie eigenen sich daher meist für Fahrzeuge mit Allrad-Antrieben, die häufig auf Waldböden, Wiese oder im Schnee jenseits von geteerten Straßen unterwegs sind.

Häufig haben Offroadreifen eine weichere Gummimischung, wodurch sie sich schneller abnutzen. Obwohl diese Reifenart auch wie Winterreifen ein stark ausgeprägtes Profil hat, gilt auch hier, dass die Offroadreifen das Alpine-Symbol aufweisen müssen, um der gesetzlichen Winterreifenpflicht zu entsprechen. Sonst sollten Sie bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte auf Winterreifen wechseln.

Reifenwechsel

Für den Wechsel gilt die Faustregel O bis O = Oktober bis Ostern.

Wechsel von Sommer- auf Winterreifen
Da aber nur eine situative Winterreifenpflicht besteht, ist es wichtig, die Wettervorhersage im Blick zu haben und spätestens bei den ersten kalten Temperaturen frühzeitig auf Winterreifen zu wechseln, um sicher und entspannt bei jeglichen Wetterbedingungen des Winters fahren zu können.
Wechsel von Winter- auf Sommerreifen
Ab Ostern bzw. sobald Sie sich sicher sein können, dass keine Glätte oder Schnee auftreten kann, sollten Sie dann auf Sommerreifen wechseln, da Winterreifen auf trockenen und warmen Straßen einen erhöhten Rollwiederstand aufweisen, wodurch mehr Kraftstoff verbraucht wird. Außerdem ist die Gummimischung nicht optimal für wärmere Temperaturen.  

Was ist die Mindestprofiltiefe für Reifen?

  • Für Winterreifen sind min. 4mm Profiltiefe empfohlen, bei Sommerreifen sind es 3mm
  •  Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6mm im Hauptprofil des Reifens. Als Hauptprofil gelten dabei die breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite einnimmt.
  •  Alles darunter ist gefährlich und teuer, denn abgefahrenen Reifen führen zu 75 € Bußgeld und ein Punkt in Flensburg (Bei einem Unfall kann es sogar bis zu 90 € ansteigen)
 
Wir empfehlen nicht so lange zu warten, bis die gesetzliche Mindestprofiltiefe erreicht wird, da sich das Fahrverhalten, die Haftung und der Bremsweg drastisch verschlechtert. Für Ihre Sicherheit und die Ihrer Verkehrsteilnehmer sollte die empfohlene Profiltiefe von min. 3mm bei Sommerreifen und 4mm bei Winterreifen eingehalten werden.


Wie kann ich die Profiltiefe messen?

Machen Sie jetzt den Münz-Test.
Der goldene Rand der 1-Euro-Münze beträgt 3mm und eignet sich daher perfekt zur Abmessung. Und so geht´s:
  • Halten Sie einfach die Münze in die Hauptprofilrillen in der Mitte des Reifens. 
  • Ist der goldene Rand verdeckt? Glückwunsch, die Profiltiefe liegt über dem gesetzlichen Grenzwert und innerhalb der empfohlenen Profiltiefe für Sommerreifen. Bei Winterreifen sind 4mm empfohlen.
  • Ist der goldene Rand sichtbar? So liegt die Profiltiefe unter der empfohlenen Tiefe und sollte von uns überprüft werden.

Denken Sie bei der Durchführung des Tests daran, bei jedem Reifen mindestens drei unterschiedliche Stellen in der Mitte des Reifens im Hauptprofil zu überprüfen. Rufen Sie uns an, falls Ihre Profiltiefe unterhalb der empfohlenen Werte liegen.

Der richtige Reifendruck

Überprüfen Sie nicht nur die Profiltiefe, sondern auch den richtigen Reifendruck. Autos mit jüngeren Baujahren sind mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) ausgestattet, wodurch der Reifendruck ständig automatisch überprüft wird. Für die Fahrzeuge ohne RDKS empfehlen wir regelmäßig den Reifendruck zu überprüfen.
Wusstet Sie, dass ein zu geringer Reifendruck
1.    Ihren Bremsweg verlängern kann 
2.    den Verschleiß der Reifen erhöht 
3.    für einen höheren Rollwiderstand sorgt 
4.    und daher einen Mehrverbrauch an Sprit und folglich höhere CO2-Emissionen
Die Vorgaben für Ihr Fahrzeug finden Sie je nach Auto an unterschiedlichen Stellen im Fahrzeug: 
· B-Säule bei geöffneter Fahrertüre
· Auf der Innenseite im Tankdeckel
· Beschreibung in der Bedienungsanleitung
Der Reifendruck sollte vor einer Fahrt oder maximal nach ca. 5km innerorts im kalten Zustand gemessen werden. Der optimale Reifendruck unterscheidet sich auch am Ladezustand Ihres Fahrzeuges. Sollten Sie eine längere Reise mit viel Gepäck im Kofferraum und der gesamten Familie geplant haben, oder fahren Sie gemeinsam mit 3 Freunden weg, so sollte der Reifendruck gemäß den Vorgaben für Ihr Fahrzeug erhöht werden.